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Nachrichten von gestern


Nachrichten vom 4. bis 14. März 1994

 
Nachrichten vom 4.3.1994

"Verkehrsrowdys der Luftwaffe" auf der Spur

   Prenzlau - Mit Radarfallen kommt die Polizei täglich
Verkehrssündern auf deutschen Straßen auf die Spur. Die Anwendung
ist bekannt und bewährt. So manchen Autofahrer hat dabei das
Blitzgerät schon das Fürchten gelehrt. Auch bei der Luftwaffe geht
es mit sensibler Radartechnik "Verkehrsrowdys" an den Kragen.

   Ein solches Gerät zur Überprüfung militärischer Tiefflüge war in
der ersten Märzwoche für drei Tage im uckermärkischen Kuhz
stationiert. Zwar machte der Chef der "Skyguards", der
Tiefflugüberwachungsgruppe, Dieter Mehl, keine groben Verstöße aus,
aber alle auf Videobändern und Disketten gesicherten Überflüge gehen
noch zu einer detaillierten Auswertung in die Flugbetriebs- und
-informationszentrale nach Köln. Willkommener Nebeneffekt: Das
Luftwaffenamt erhält konkrete Zahlen zum Tiefflugaufkommen in der
Region.

   Die Messung in Kuhz, einem Dorf in der Nähe der
Uckermark-Kreisstadt Prenzlau, reiht sich in die verstärkte
Überwachung der Lufträume über den neuen Bundesländern ein. Im
ersten Quartal 1994 kam das Tiefflugüberwachungssystem, bei dem es
sich um ein radargestütztes und durch Videokameras ergänztes mobiles
Aufzeichnungsgerät handelt, etwa 30 Mal zwischen dem thüringischen
Eisenach und dem mecklenburgischen Gadebusch zum Einsatz. Etwa 20
Tiefflüge sind der Luftwaffe laut Mehl in den neuen Bundesländern
pro Tag erlaubt. Hinzu kommen die Flüge der GUS-Luftstreitkräfte,
die im Norden noch aktiv sind und ebenso überprüft werden.

   Die "Skyguards", bis auf den Einsatzleiter sind sie technische
Beamte und keine Soldaten, kontrollieren per Monitor vor allem die
Flughöhe. Bei Tiefflügen liegt sie zwischen 300 und 450 Metern. Aber
auch die Fluggeschwindigkeit sowie die Einhaltung von Flugverboten
über Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern und über
Kernkraftwerken werden überprüft. Mit Hilfe der Hauptoptik des
Radargerätes gelingt es, Flugzeugtypen bis in eine Entfernung von 16
Kilometer und eine Höhe von zehn Kilometer zu identifizieren. Bei
sichtbaren Verstößen werden sofort Nachforschungen eingeleitet. Nach
Aussagen von Mehl bestätigen die Erfahrungen der Überwacher den
Piloten eine hohe fliegerische Disziplin. In zehn Jahren wurden bei
etwa 49.000 Tiefflügen 2,2 Prozent Abweichungen ausgemacht. Liegen
nachweislich Verstöße gegen Tiefflugbestimmungen vor, so müssen
Verkehrssünder der Luftwaffe mit Disziplinarverfahren bis hin zu
lebenslangen Flugverboten rechnen. Neben den eigenen Streitkräften
erkennen auch die Allierten die vom Radargerät aufgezeichneten Daten
uneingeschränkt an.



Nachrichten vom 5.3.1994

Kampagne gegen "Jäger 2000" gestartet

   Frankfurt/Main - Wohlfahrtsverbände, Rüstungsgegner und
Ökologen habe am Montag in Frankfurt die Initiative "Jäger 2000
stoppen - Soziale Sicherheit schaffen" gegründet. Ziel der
Initiative sei es, den Bau des Jagdflugzeugs Eurofighter 2000 zu
verhindern, sagte der Koordinator der Kampagne und Generalsekretär
der katholischen Friedensbewegung Pax Christi, Joachim Garstecki. Der
Kampagne haben sich unter anderem der Caritasverband Frankfurt, die
Arbeiterwohlfahrt Südhessen, die Evangelischen Frauen Deutschlands
und die Gruppe "Ohne Rüstung Leben" angeschlossen.

   Der Trierer Bischof Hermann Josef Spital, Präsident von Pax
Christi, forderte, die Steuergelder für die Sicherheit der Bürger
und die Umwelt auszugeben. Deutschland müsse künftig das führende
Land in der Umwelttechnologie und nicht der Rüstungsindustrie
werden.




Nachrichten vom 6.3.1994

Urteil des Bundessozialgerichts zu Lohnfortzahlung

   Kassel - Wird ein Arbeitnehmer wegen einer Verletzung bei
einer Wehrübung arbeitsunfähig, dann muß der Staat dem Arbeitgeber
die dadurch entstehenden Lohnfortzahlungskosten erstatten.
Voraussetzung für den Erstattungsanspruch ist jedoch der Nachweis,
daß die Arbeitsunfähigkeit tatsächlich Folge eines
Wehrdienstschadens ist. Dies entschied das Bundessozialgericht in
Kassel in einem jetzt bekanntgegebenen Urteil im schriftlichen
Verfahren. Der Anspruch des Arbeitgebers darf demnach erst erfüllt
werden, wenn das Versorgungsamt den Wehrdienstschaden des
Arbeitnehmers anerkannt hat.
   Das Gericht wies deshalb in letzter Instanz die Klage einer
Nürnberger Firma zurück, deren Mitarbeiter nach dem Wehrdienst wegen
eines Knochenbruchs nicht arbeiten konnte. Der Firma entstanden
dadurch Lohnfortzahlungskosten von mehr als 3.000 Mark. Zu dem
Knochenbruch kam es zwar während des Dienstes bei der Bundeswehr,
die Versorgungsbehörden erkannten die Verletzung aber nicht als
spezifischen Wehrdienstschaden an. Damit entfällt auch der Anspruch
des Arbeitgebers auf Erstattung der Lohnfortzahlungskosten,
entschied das Kasseler Gericht.
(Aktenzeichen: Bundessozialgericht 9 RV 32/92)




Nachrichten vom 7.3.1994

Wehrbeauftragtenbericht

    Bonn - Die Motivation vieler
Bundeswehrsoldaten ist nach Einschätzung des
Wehrbeauftragten Alfred Biehle durch die Diskussion um den
Auftrag der Armee und die Sparmaßnahmen gesunken. Bei der
Vorstellung seines Jahresberichts sagte Biehle am Dienstag
in Bonn, die Bundeswehr sei zu einem "unfreiwilligen
Spagat" zwischen steigenden Anforderungen und sinkender
Finanzausstattung gezwungen worden. Dies habe der
Motivation geschadet und sich "in stark negativer Weise"
auf das Selbstbewußtsein der Soldaten ausgewirkt. Zudem
seien die materiellen Bedingungen schlechter geworden.
    Biehle forderte die Politik auf, Aufträge der
Bundeswehr festzulegen und dann auch zu finanzieren. Die
Aufgaben sollten die Soldaten motivieren und von der
Öffentlichkeit akzeptiert werden. Im vergangenen Jahr habe
die Motivation von Soldaten bei Auslandseinsätzen durch die
kontroverse Diskussion in Deutschland gelitten. Hier solle
ein breiter Konsens angestrebt werden. Bundeswehrangehörige
seien etwa beim Adria-Einsatz zur Überwachung des
Jugoslawien-Embargos Beschränkungen unterworfen, die man
Soldaten "langsam nicht mehr vermitteln kann".
    Biehle warf den politisch Verantwortlichen vor, die
Bundeswehr wiederholt im unklaren darüber gelassen zu
haben, wieviel Geld ihr zur Verfügung steht. Dadurch sei
die notwendige Planungssicherheit verloren gegangen. In
seinem Bericht kritisierte er eine "wachsende Diskrepanz
zwischen Auftrag und Mitteln". In den Bereichen, die nichts
mit Auslandseinsätzen zu tun hätten, seien die materiellen
und personellen Bedingungen schlechter geworden. Die
unterschiedlichen Bedingungen bei den Krisenreaktions- und
den Hauptverteidigungskräften hätten bei vielen
Vorgesetzten Resignation ausgelöst.
    Biehle berichtete, daß auch der normale Dienst von den
Sparmaßnahmen betroffen sei. Die Soldaten kämen sich
lächerlich vor, wenn sie aufgrund der Sparmaßnahmen "den
abgegebenen Schuß mit 'Peng-Peng'-Rufen oder den
Panzerschuß mit 'Bum-Bum' darstellen müssen". Zeitgemäße
Menschenführung verlange zudem, daß einmal getroffene
Entscheidungen etwa zu Stationierungsorten Bestand hätten.
Dies sei oft nicht der Fall gewesen. Insgesamt habe 1993
fast jeder zweite Zeit- und Berufssoldat seine Dienststelle
wechseln müssen.
    Biehle kritisierte zudem, daß die Integration von
Soldaten aus Ostdeutschland nur militärisch gelungen sei.
Die Soldaten sähen "eine neue Mauer in den Köpfen". Einer
der Gründe hierfür seien "unerträglichen" Unterschiede bei
der Besoldung. Wer das Glück habe, beim Lehrgang in
Westdeutschland befördert zu werden, erhalte mehr Geld als
jemand, der nach dem gleichen Lehrgang im Osten befördert
werde.
    Der Wehrbeauftragte des Bundestages berichtete weiter,
viele junge Männer zweifelten an der Dienstgerechtigkeit,
da rund 30 Prozent eines Jahrgangs weder Wehr- noch
Zivildienst leisteten. Der Trend zur
Kriegsdienstverweigerung gefährde auf Dauer die allgemeine
Wehrpflicht. Daher müsse die Attraktivität des Wehrdienstes
gesteigert werden.



Nachrichten vom 8.3.1994

Drogen auf Zerstörer "Lütjens": Marinesoldaten zurück nach Kiel

   Glücksburg/Kiel - Wegen Verdachts des Drogenkonsums hat die
Bundesmarine sechs Soldaten von Bord des Zerstörers "Lütjens"
geholt. Das Flottenkommando in Glücksburg/Ostsee bestätigte am
Mittwoch, daß im Februar während eines Aufenthalts im griechischen
Hafen Korfu Kokain und Haschisch an Bord des Schiffes gefunden worden
seien. Das Schiff gehört seit Dezember 1993 dem internationalen
Schiffskontingent zur Überwachung des UN-Embargos gegen
Ex-Jugoslawien im Mittelmeer an.

   Im Zusammenhang mit den Drogenfunden sollen weitere 23
Zeitsoldaten und Wehrpflichtige in den Heimatstützpunkt des 1.
Zerstörergeschwaders nach Kiel zurückgerufen werden. Vier Soldaten
seien auf die "Lütjens" zurückgeschickt worden, weil ein Verdacht
sich nicht bestätigt habe. An Bord befinden sich etwa 330 Soldaten.

   "Wir haben kein Drogenproblem", kommentierte ein Marinesprecher
den Vorfall. Bei Drogenvorfällen "reagieren wir sofort, und die
Leute werden aus verantwortungsvollen Positionen herausgelöst".
Sollte sich bei den Untersuchungen und anschließenden
Disziplinarverfahren ein Verdacht bestätigten, dann drohe als
härteste Maßnahme für Zeitsoldaten die fristlose Entlassung.

   Zusammen mit der "Lütjens" ist von deutscher Seite die 1989 in
Dienst gestellte Fregatte "Augsburg" derzeit im Mittelmeer im
Einsatz. Zum Nato- und WEU-Kontingent gehören rund 40 Einheiten, die
in der Adria den Schiffsverkehr überwachen.



Nachrichten vom 9.3.1994

Russischer Verteidigungsminister besucht Berlin

   Berlin - Der russische Verteidigungsminister Pawel Gratschow
besucht heute (Freitag) Berlin. Am dritten und letzten Tag seines
Deutschlandsaufenthalts will er zusammen mit
Bundesverteidigungsminister Volker Rühe (CDU) am Sowjetischen
Ehrenmal am Brandenburger Tor und an der Gedenkstätte der
Widerständler des 20. Juli 1944 Kränze niederlegen. Zuvor besuchen
die beiden Minister die "Heimatzschutzbrigade 42" auf dem
Truppenübungsplatz in Lehnin (Brandenburg) und beobachten
Kampfübungen.



Nachrichten vom 10.3.1994

Bundeswehrakademie zieht ins Tagungszentrum des Warschauer Pakts

   Frankfurt (Oder) - Die Bundeswehrakademie für
Kommunikation und Information zieht von der Waldhöhe bei Bonn in das
ehemalige Tagungszentrum des Warschauer Pakts ins brandenburgische
Strausberg. Mit der Verlegung realisiere die Bundeswehr in den
kommenden vier Wochen einen ihrer spektakulärsten Umzüge, sagte der
Präsident der für Ostdeutschland zuständigen Wehrbereichsverwaltung
VII, Karl Johanny, am Montag in Frankfurt (Oder).

   Durch den Umzug entstehen am ehemaligen NVA-Standort Strausberg
östlich Berlins 100 Arbeitsplätze, womit dort dann rund 3.000
Menschen von der Beschäftigung bei der Bundeswehr leben werden. Zur
Akademie gehören ein "Zentrum für innere Führung" und ein
sozialwissenschaftliches Institut. Das Tagungszentrum des Warschauer
Pakts in Strausberg war erst kurz vor der Wende fertig geworden.



Nachrichten vom 11.3.1994

Sondergruppe von Militärseelsorgern für Auslandseinsatz geplant

   Hamburg - Die Kirche stellt derzeit eine Gruppe von
Militärseelsorgern zusammen, die besondere Voraussetzungen als
Begleiter von Bundeswehrsoldaten bei Auslandseinsätzen der NATO
erfüllen. "Wir brauchen neben den Standortpfarrern einen Pool
beweglicher Pfarrer, die über eine gute körperliche Konstitution
verfügen, Fremdsprachkenntnisse haben sowie ökumenische und
religionskundliche Erfahrungen", sagte Militärbischof Heinz-Georg
Binder am Montag vor Journalisten in Hamburg.

   Das sei eine Reaktion auf die Erfahrungen des Einsatzes von
Bundeswehrsoldaten in Somalia, der auch für die Militärseelsorge
neue Fragen aufgeworfen habe, sagte Binder zum Auftakt der 39.
Gesamtkonferenz evangelischer Militärgeistlicher. Bis nächsten
Freitag erörtern die Teilnehmer dabei im schleswig-holsteinischen
Bad Segeberg unter dem Motto "Begleiten - Mahnen - Trösten" Fragen
der Friedensethik und der Seelsorge in Extremsituationen.

   Der Sonderpool umfasse zur Zeit rund sieben Militärgeistliche,
etwa 20 Bewerbungen gebe es bislang. Unterdessen wird die Frage der
Legitimität von Militärseelsorge innerhalb der evangelischen Kirche
weiter diskutiert. "Militärseelsorger müssen Soldaten, die einen
friedensbewahrenden Dienst am Volke leisten, in Situationen des
Erleidens begleiten", sagte Binder. Er könne sich allerdings
"nicht vorstellen, daß ein erklärter Pazifist Militärpfarrer
wird".

   Im Herbst entscheidet die Synode der Evangelische Kirche
Deutschlands (EKD) über die künftige Gestaltung der
Militärseelsorge. Rechtsgrundlage ist der 1957 geschlossene Vertrag
zwischen EKD und Bundesregierung, wonach evangelische Militärpfarrer
Buundesbeamte auf Zeit sind. Die ostdeutschen Kirchen haben diese
Regelung nicht übernommen und kritisieren die ihrer Meinung nach zu
große Staatsnähe der Geistlichen.



Nachrichten vom 12.3.1994

Kabinett verabschiedete Weißbuch über Bundeswehr

   Bonn - Das Bundeskabinett hat am Dienstag das neue Weißbuch
über die Bundeswehr verabschiedet. Es gibt einen Überblick über
die Entwicklung der internationalen Sicherheitspolitik und über die
Lage sowie Zukunft der Bundeswehr. In dem ersten Report dieser Art
nach neun Jahren werden keine konkreten Aussagen über den künftigen
Umfang der Streitkräfte und ihre Struktur in den Jahren nach 1995
gemacht. Es wird jedoch dargestellt, daß die Bundesregierung
grundsätzlich an dem für Ende dieses Jahres geplanten
Strukturmodell für die Bundeswehr mit 370 000 Mann festhält.

   Es soll aber untersucht werden, wie sich der Umfang der
Streitkräfte in den nächsten Jahren in einer Größenordnung
zwischen 300 000 und 350 000 Soldaten gestalten läßt. Dem Aufbau
der Krisenreaktionskräfte (KRK) wird Vorrang gegeben. Wie groß
diese Verbände sein werden, zeigt das Weißbuch noch nicht auf.
Ausdrücklich wird ein Bekenntnis für die Allgemeine Wehrpflicht
abgelegt. Sie sichere die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Die
Streitkräfte verzichten wegen der schlechten Finanzlage auf wichtige
Planungsvorhaben. Die Soldaten würden in "ein neues
Selbstverständnis hineinwachsen", wird in dem Weißbuch betont.

   Es handelt sich um das neunte Weißbuch. Der letzte Report war
1985 vom damaligen CDU-Verteidigungsminister Manfred Wörner
herausgegeben worden. Das erste Weißbuch zur Sicherheitspolitik
erschien 1969 zur Zeit der großen Koalition.

Hintergrund:
Ein Weißbuch ist eine regierungsamtliche
Stellungnahme, mit der die Öffentlichkeit informiert werden soll.
Das erste Weißbuch zur Sicherheitspolitik erschien 1969 zur Zeit der
Großen Koalition. Die Hardthöhe will mit ihrem Report Auskunft
über die sicherheitspolitische Lage, die Situation der Bundeswehr
und über ihre verteidigungspolitischen Vorstellungen geben.

   Der Name kommt von der weißen Farbe des Umschlags. Bücher nach
der Farbe des Einbandes zu benennen, reicht bis ins Mittelalter
zurück. Großbritannien veröffentlichte 1643 zuerst politische
Farbbücher. Amtliche Veröffentlichungen hießen "White Papers".
Im Deutschen Reich gab es am 20. Juli 1870 erstmals ein Weißbuch:
"Zehn Aktenstücke in Betreff des deutsch-französischen Streites".
Der Name Weißbuch bürgerte sich dann ab 1879 ein.



Nachrichten vom 13.3.1994

Naumann beklagt Aufgabenerweiterung bei gleichzeitigem Sparkurs

   Hamburg - Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Klaus
Naumann, hat die ständige Aufgabenerweiterung der Armee bei
gleichzeitiger Etatkürzung kritisiert. Falls die Bundeswehr nicht
mehr Mittel erhalte, müsse sie prüfen dürfen, "welcher der
Parameter im Vergleich zum Auftrag der Bundeswehr künftig nachrangig
anzusehen ist", sagte er in einem Interview der Zeitung "Die
Woche".



Nachrichten vom 14.3.1994

Neuer Inspekteur des Heeres übernimmt sein Amt

   Bonn - Der neue Inspekteur des Heeres, Generalleutnant
Hartmut Bagger, wird sein Amt am kommenden Montag im Rahmen eines
feierlichen Appells in Koblenz übernehmen. Wie die Bonner Hardthöhe
am Donnerstag weiter mitteilte, übergibt Verteidigungsminister
Volker Rühe (CDU) offiziell den Aufgabenbereich an Bagger von dessen
Vorgänger, Generalleutnant Helge Hansen.

   Zuvor wird der Inspekteur im Zuge der Heeresreform das III. Korps
nach 37jährigem Bestehen auflösen und als Heeresführungskommando in
Dienst stellen.

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